Oma Doras klassischer Butterkuchen

Im Forum Buechereule.de findet zur Zeit eine kombinierte Back- und Leserunde zum Buch “Köstliches aus Hefeteig – Schätze aus Omas Backbuch” statt. Das Buch wurde dem Forum zur Verfügung gestellt und die Beteiligten sollen die Rezepte und Anleitungen nachbacken und ihre Erfahrungen schildern. Das nächste Backwerk musste Oma Doras klassischer Butterkuchen sein. Ich liebe schließlich Butterkuchen. 

 


Der Butterkuchen ließ sich insgesamt problemlos nach Rezept backen.

Der Teig

angerührte Hefe

angerührte Hefe

Zunächst habe ich wie angegeben die Hefe angesetzt. Wobei sich mir beim Verrühren die Frage aufgedrängt hat, warum man nicht die Hefe mit etwas Zucker in die Milch rührt. Diese Mischung dann in die Mehlmulde gibt, um dann noch etwas Mehl miteinzurühren. Das wäre einfacher. Nach der ersten Ruhezeit hat man die arbeitende Hefe bereits erkannt. 
Das Verrühren mit den restlichen Zutaten hat gut funktioniert und es ist ein angenehmer Teig entstanden. In Ermangelung frischer Zitrone habe ich ein Citroback von Schwartau verwendet.

Restzutaten

Restzutaten

 

 


Das Aufarbeiten
Der Teig hat in seiner Gehzeit deutlich an Volumen hinzugewonnen. Normalerweise knete ich einen gegangenen Teig immer nochmal durch. In den anderen Rezeptes stand das auch immer so. Hier allerdings fehlte das erneute Durchkneten. Um das Rezept richtig umzusetzen, habe ich also versucht ohne nochmalige kneten auszurollen. Wieder Erwarten funktionierte das ganz gut. Die Katastrophe kam dann erst, als ich versuchte den Teig in das Blech zu heben. Schon beim Aufheben riss der Teig total. Mit anderen Worten: der Teig ist so nicht heile auf das Blech zu bekommen. 

Ausrollen

Ausrollen

Also bin ich zurückgekehrt zu alten Gewohnheiten, habe die Teigfragmente ordentlich zusammengeknetet, rund gewirkt und ausgerollt. Siehe da, schon hat auch der Transfer auf das Blech relativ problemlos funktioniert. Es würde mich mal interessieren, ob die das Vergessen haben, oder ob der Teig wirklich nicht nochmal geknetet werden sollte. 

ausgerollter Teig

ausgerollter Teig


Tuch darüber, Teigruhe. Wieder einmal. Irgendwie macht der Kuchen nicht viel Arbeit, aber schnell geht er auch nicht. Nach der Teigruhe drücke ich fleißig Löcher in den Teig. Die ersten noch etwas vorsichtig, die weiteren deutlich forscher. Schließlich ist jetzt schon von den ersten kaum mehr etwas zu sehen.

gegangener Teig mit Löchern

gegangener Teig mit Löchern

Mit zwei Messern beginne ich Butterflöckchen auf dem Teig zu verteilen und ich verteile und verteile, mein Man steigt mit ein, wir verteilen zu zweit. Das dauert schon ne Weile bis eine derartige Menge Butter auf dem Teig ihren Platz findet.

Verteilen der Butter

Verteilen der Butter

mit Butter gefüllte Löcher

mit Butter gefüllte Löcher

Nur darüber nachdenken darf man nicht, sonst würde man kein einziges Stück dieses Kuchens anfassen und essen. Mandeln und Zucker-Zimt-Mischung darauf. Nachdem ich die Mandeln auf dem Kuchen sehr liebe, spendiere ich ihm die doppelte Menge an Mandelblättchen. Angesichts der Buttermenge, bleibe ich allerdings bei der Zuckermenge des Rezeptes. 

fertiger Butterkuchen vor dem Backen

fertiger Butterkuchen vor dem Backen

 


Das Backen
Gebacken wird etwas kühler als im Rezept steht, aber bei mehr als 170°. Schließlich soll der Zucker richtig schön karamellisieren. Nach etwas mehr als dem unteren Ende der Backzeit lacht der Kuchen goldig aus dem Ofen und darf raus zum Auskühlen.

fertig gebackener Butterkuchen

fertig gebackener Butterkuchen

 


Das Ergebnis 
Der Kuchen sieht sehr schön aus und wie beim Chinesen die Heiße Platte, bruzelt er auf der Anrichte weiter vor sich hin. Zucker und Butter vervollständigen ihre Liason. 

Zoom auf fertig gebackenen Butterkuchen

Zoom auf fertig gebackenen Butterkuchen

Geschmacklich finden wir beide den Kuchen super lecker. Trocken ist er für uns auch nicht, Aber mächtig. Und das ist sich gut so, weil man dann freiwillig nach einem Stück aufhört. Wahrscheinlich hat dieses eine Stück eh schon so viel Kalorien wie ein kompletter anderer Kuchen. Angesichts unseres Sättigungsgrades frage ich mich, wo ich die restliche Kompanie hernehmen soll, die dieses Blech wegfuttert. … Die Mengenempfehlung dieses Rezeptes sollte dringend überdacht werden. Ein Drittel des Teiges würde gebacken in einer runden Form meines Erachtens für eine vierköpfige Familie ausreichen. Schließlich schmeckt der Kuchen frisch am besten und saftigsten. 
Zum Glück besuchen wir am Folgetag eine vierköpfige Familie. Kurzentschlossen geht der Kuchen mit auf die Reise. Einmal zu zweit und einmal zu sechst, schaffen wir es dann gut das halbe Blech in unseren Mägen zu verstecken. Alle äußern sich positiv. Nur der Hausherrin ist der Kuchen etwas zu trocken. Einig sind wir uns aber alle. Er ist mächtig und sättigt schnell. Wohin also mit dem restlichen Blech? Die Rettung ist eine Putzaktion im Vereinsheim, zu der unsere Freunde für den nächsten Tag eingeteilt waren. Dorthin geht das restlicher Blech. Schließlich gibt es da ganz viele Abnehmer und die sollten gemeinsam das Blech klein kriegen. 

Unser Fazit ist: leckerer Kuchen, einfach zu machen, viel zu große Menge, Kalorienbombe (Vielleicht rechne ich mal die Kalorien durch, aber dann fürchte ich, mache ich den Kuchen nie wieder.)

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